Was hat mich zu Chemocookie gemacht?

Hallo an alle die sich auf meinen Blog verirrt haben ;oD

 

Ich heiße Andrea und bin mittlerweile 35 Jahre jung.

Ich habe in den Jahren 2009-2012 so einiges mitgemacht und mich im Juni 2012 dazu entschlossen einen Blog zu führen, um mich mitzuteilen.

 

Im September 2009 bin ich zum erstenmal an Morbus Hodgkin ( Lymphdrüsenkrebs ) erkrankt. Ich war die ganze Zeit über positiv eingestellt, da es ja überall hieß das ich garantiert geheilt werde.

Also habe ich die Chemo und die teilweise heftigen Nebenwirkungen als notwendiges Übel hingenommen und sonnig in die Zukunft geschaut!

 

Dann im Mai 2012 die Überraschung , ich wurde schwanger , obwohl ich eine Spirale trug und sowieso als eigentlich unfruchtbar galt nach der Chemo.

Ende Mai bekam ich dann leicht Blutungen, ich machte mir keine Sorgen und fuhr allein zur Gynäkologin.

Doch so langsam beschlich mich ein merkwürdiges Gefühl.

Bei der Ultraschalluntersuchung stieß sie mehrmals gegen das Embryo doch es bewegte sich nicht und der Herzschlag war auch nicht mehr zu sehen.

Mir kamen die Tränen und die Ärztin wies mich ins KH ein.

 

Aus der Praxis raus gekommen saß ich weinend im Auto und rief meinen Mann an. Der wurde sofort von seinem Chef zu mir gebracht um mich nachhause zu fahren.

Sofort wurden Sachen gepackt und ab nach Neuss ins KH.

Es war Mittwoch Abend und die Empfangskraft fragte was wir dort um diese Uhrzeit machen würden.

Ich musste meinen Mann sprechen lassen da ich mit der Fassung kämpfte und verlor. Was für eine Frage??!!!

Ich wurde auf der gyn. Station kurz untersucht und für den nächsten Tag in die Tagesklinik bestellt um die Schwangerschaft zu beenden.

Wahnsinn von Himmelhochjauchzend hin zu Tode betrübt.

 

Am nächsten Tag ging der Eingriff ohne Komplikationen unter Narkose von statten.

Im Auto nachhause sagte ich sofort, daß ich fühle das der Krebs wieder da ist. Aber das stießen wir erstmal beiseite.

Einen Monat später hatte ich mir eine Kette in Erinnerung an mein Fehlgeborenes gekauft und gerade 2 Tage getragen.

Ich spielte an ihr herum und bemerkte plötzlich einen Knubbel am Schlüsselbein.

Mir wurde heiß und kalt und mein Herz begann zu rasen.

Ich WUßTE der Krebs ist wieder da!

Mein Gefühl sollte mich leider nicht täuschen und bei den Untersuchungen der nächsten Wochen kam heraus die Lymphe in allen Körperregionen waren befallen.

Also hieß es Hochdosis Chemotherapie mit anschließender Stammzellen Transplantation der eigenen Stammzellen.

Ich verbrachte den gesamten Sommer 2012 in der Uniklinik und ging durch die Hölle.

 

Aber ich habe es geschafft und heute geht es mir gut , daher möchte ich Betroffenen helfen und ein Stück meiner Kraft teilen.

 

Ich studiere seit 2015 Logopädie an der Hochschule für Gesundheit und versuche meine Platz im Leben wieder zu finden. Ich habe in den letzten Monaten gemerkt wie gut es mir tut anderen Betroffenen zu helfen und gemeinnützige Projekte in Ihrem Vorhaben zu unterstützen. Darum engagiere ich mich durch Charityaktionen und Öffentlichkeitsarbeit für die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und trage das wunderbare Projekt der Segelrebellen in die Welt hinaus !